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Abitur 2011

JKG entlässt Doppeljahrgang mit guten Leistungen

(Wolfgang Siebert | 26.06.2011)

Die Feier beginnt fröhlich mit dem 'Abisong'

Garbsen, 26.06.2011 - Nachdem Dieter Schwandt, Schulleiter des Johannes-Kepler-Gymnasiums in Garbsen, die anwesenden Gäste begrüßt hatte, eröffneten die frisch gebackenen Abiturientinnen und Abiturienten nach feierlichem Einzug den Festakt mit ihrem 'Abisong'.

Die Schule entlässt 113 Schülerinnen und Schüler mit dem Reifezeugnis. Damit haben fast alle das Abitur bestanden: 119 Schülerinnen und Schüler starteten vor einem knappen Jahr mit Jahrgang 12 bzw. 13 zur 'letzten Runde'. Davon wurden zum Jahreswechsel 114 Kandidaten und Kandidatinnen aufgrund ihrer Leistungen zur Abiturprüfung zugelassen.
Auch die Ergebnisse können sich sehen lassen. 31 Abiturientinnen haben einen besseren Notendurchschnitt als "2"! - Das sind mehr als 25%, deren Ergebnis eine 'Eins' vor dem Komma aufweist. Der Notendurchschnitt aller Abiturientinnen und Abiturienten beträgt 2,47.

In seiner Rede thematisierte Dieter Schwandt die Zukunft, die nun vor den scheidenden Schülern liege. Zunächst gelte es sich zur eigenen Person passende Ziele zu setzen, denn - mit Nietzsche -, „Wer ein ausreichendes Warum hat, kann fast jedes Wie ertragen.“. Auch gelte es auf die eigene Fähigkeit zur Weiterentwicklung zu bauen. Natürlich müsse man realistisch bleiben, und schließlich müsse man auch - handeln. - Dazu wünschte der Schulleiter den jungen Menschen alles Gute, "ein Leben, das euch zufrieden stellt und glücklich macht."

Kathrin Wagner und Jan Brause eröffneten Ihren Part mit einem kleinen Sketch und warfen dann auch einen Blick auf die nun anstehende Zukunft - aus dem momentanen Bilckwinkel heraus für viele noch "eine Eintagsfliege": Sie machten auf fröhliche Weise deutlich, dass bei Weitem noch nicht alle mit fester Entschlossenheit den Weg vor Augen haben, den es in den nächsten Monaten und Jahren zu gehen gilt...

Nach einem sehr gekonnt gedrehten Abifilm... [Bild folgt voraussichtlich noch]

...sprach die Schul- und Sozialdezernentin der Stadt Garbsen, Iris Metge, im Namen des Bürgermeisters. "Bewahren Sie sich Menschlichkeit, Neugier und Respekt vor dem Anderen!" - Frau Metges Ansprache war u.a. ein Plädoyer, stets bestrebt zu bleiben über den eigenen Horizont hinaus zu blicken...
Es lag ihr auch am Herzen, die jungen Abiturientinnen als gute Botschafter für das jüngst in die Schlagzeilen geratene Schulzentrum in die Welt hinaus zu senden. Dieser Aufforderung hätte es aber nicht bedurft, denn nach Meinung des Autors sehen die JKG-Schüler/innen 'ihre Hauptschule' sehr gelassen: Dort ist nicht das 'Reich des Bösen' - im Gegenteil.


Die schon mit Spannung erwartete 'Lehrerrede' des im kommenden Frühjahr in den 'Ruhestand' wechselnden stellvertretenden Schulleiters Klaus Hickmann ("Wie werde ich Gymnasial-Feuerwehrhauptmann?") relativierte schließlich auch alle irdischen Probleme und setzte den Kontrapunkt der Veranstaltung.
Klaus Hickmann arbeitete sich nicht an ungewisser Zukunft ab, sondern schöpfte aus dem vergangenen Schatz unserer großen Pädagogen der ersten Stunde: Martin Luther, Johann Amos Comenius und das Königlich-Preußische Generallandschulreglement wurde in seinen garantiert "plagiatfreien" Darlegungen neben vielen anderen großen und kleinen mehr oder weniger existierenden Geistern mit großer (launischer) Virtuosität und Verve, nicht ohne Inbrunst, zitiert. Ausgehend vom Jetzt ("Wir alle sind angesichts des gleichzeitigen Abiturs zweier Jahrgänge Zeitzeugen einer historischen Singularität!") führte seine ausführliche Argumentation ("Wenn ich mich so umschaue, passt hier keiner mehr auf!") zu der Vorstellung, Pädagogen sollten zwischen zwei Unterrichtsstunden ins Gebet versinken ("Ich bin ganz herzlich rein..."). Aber der Redner wäre der gespielten Rolle nicht gerecht geworden, käme schließlich nicht der kleinlaute Hinweis, dass man den Lehren früher doch ab und zu ein paar Naturalien hätte zukommen lassen.


Der Saal bog sich vor Lachen und die Schüler konnten auch gleich mit etwas Essbarem (?) dienen.

Nach diesem fröhlichen Höhepunkt des Abends kam es zur 'Erlösung': 113 Schülerinnen und Schüler erhielten ihr Abiturzeugnis.



Mehr über die Zeugnisverleihung, die Schülerehrungen, die Namen der Abiturienten/innen und deren Dank an die guten Geister des Johannes-Kepler-Gymnasiums finden Sie in einer gesonderten 'Bildreportage', die den glücklichen Abiturientinnen und Abiturienten auch die Gelegenheit geben soll, Erinnerungsfotos der Entlassungsfeier in größerem Format herunter zu laden:    KLICK!