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Bericht über den USA-Austausch des JKG

3 Wochen USA - by Gina Häusler

(Dr. Andreas Lemke | 04.11.2016)

Garbsen, 04.11.2016 - 3 Wochen USA: Virginia, Ohio, Michigan, Illinois, Kanada

20 Schüler und 2 Lehrer des Johannes- Kepler- Gymnasiums machten sich am 20. September 2016 auf den Weg Richtung Amerika. Für uns hieß es jetzt endlich nach wochenlanger Vorbereitung, 3 Wochen Sightseeing, Kulturaustausch, Freundschaften schließen und die Zeit in vollen Zügen genießen. Unsere Partnerschule, Walled Lake Central High School, liegt eine Stunde von Detroit (US Staat Michigan) entfernt. Der Austausch unserer beiden Schulen ist der am längsten bestehende zwischen einer deutschen und amerikanischen Schule – 1975 wurde er von unserem ehemaligen Lehrer Klaus Hickmann ins Leben gerufen.

Bevor es zu unseren Austauschpartnern ging, mit denen wir Dank der sozialen Netzwerke schon in regem Kontakt standen, waren 4 Tage Washington D.C. und ein halber Tag bei den Amish auf dem Programmzettel. Nach Weißem Haus, US Capitol, Library of Congress und noch vielen weiteren sehenswerten und empfehlenswerten Monumenten, sowie dem Besuch bei den Amish, eine Bevölkerungsgruppe in Ohio die sich nicht mit den neuen technischen Errungenschaften wie Telefon und Auto anfreunden, kamen wir endlich an der Schule an. Von aufkommender Neugierde „Hoffentlich sind sie auch alle wirklich nett“, bis hin zu „Können wir bitte jetzt sofort umdrehen, ich will nicht mehr!“, war alles an Emotionen vertreten. Im Inneren der Schule warteten schon die Familien mit Plakaten, Luftballons und einem riesigen Banner, auf dem „Welcome JKG-students“ stand. Die Begrüßung erinnerte eher an ein Wiedersehen alter Freunde, anstatt an ein erstes Aufeinandertreffen von Austauschschülern. Ab da an begannen nun 2 Wochen Familienleben, Alltag eines amerikanischen Teenagers und Schulalltag. Der größte Unterschied des Schulalltages: Beginn des Unterrichts um 07:15! Ein ganz großes Manko, wie wir Deutschen finden. Alleine stehen wir damit nicht, auch den Amerikanern ist das zu früh. Das war also eine gewaltige Hürde um in den Tag zu starten. Unser Fazit daraus: „Wir beschweren uns so schnell nicht mehr über den Start unseres Unterrichts!“. Während die erste Woche ihren Lauf nahm und wir uns ziemlich schnell in dem Alltag zu recht gefunden haben, war Mittwoch und das hieß für uns Deutschen ab nach Kanada – die Niagarafälle warten! Die Grenze passiert, kamen wir auch schon bald vor dem beeindruckenden Weltwunder an. Auf jeden Fall ein „Must do“ für alle, die in Zukunft darüber nachdenken, in die USA oder nach Kanada zu reisen, denn die Fälle sieht man auch von der amerikanischen Seite aus. Wir blieben über Nacht und machten uns am nächsten Vormittag zurück nach Walled Lake. Dort wieder angekommen, nahte auch schon das erste Wochenende, Familienzeit. Da wir uns alle super mit unseren Familien verstanden, bereitete uns das keine Probleme und wir alle genossen die Zeit mit der für manche schon zweiten Familie. Uns allen war bewusst, die Zeit ist schon bald vorbei, die 3.Woche beginnt ja schon. Am Donnerstag den 06.Oktober ging es einen Tag nach Detroit. Ein, zwei Museumsbesuche, ein bisschen etwas über die Geschichte Detroits lernen und in den kleinen Spaziergängen die Sonne genießen. Am Freitag war dann das große Homecoming Football Game. Die gesamte Schulwoche wurde zur Mottowoche, so wie wir sie von Abiturienten kennen. Die Football Mannschaft gewann das Spiel und dementsprechend war die Stimmung auch super gut. Der Samstag verwandelte sich in einen teilweise traurigen und schönen Tag. Vormittags wurde ein kleiner Abschiedsbrunch organisiert und den restlichen Tag über verbrachten wir damit, Koffer zu packen und uns für den am Abend stattfindenden Homecoming Dance fertig zu machen. Am Abend wurde ausgelassen gefeiert, sodass der letzte Tag ein perfektes Ende gefunden hatte. Sonntag früh hieß es dann „Goodbye! Hope we see us soon!“. Nach dem tränenreichen Abschied ging es in den Bus zum letzten kleinen Abenteuer dieser großartigen Reise. Unser Ziel: Chicago. Chicago machte den ganzen Austausch noch perfekter und verschaffte uns einen atemberaubenden Abschied aus den von uns geliebten Staaten.

Alles in allem war dieser Austausch mehr als gelungen! In Erinnerung bleiben uns auf jeden Fall ein paar Sachen, negativ und positiv. Aber vor allem werden wir den sechsstündigen McDonalds-Aufenthalt auf den Weg nach Ohio nicht vergessen. Eine kleine Buspanne verhinderte das Weiterfahren nach der Mittagspause, sodass wir 6 Stunden in dem Fast-Food-Lokal festhingen, bis dann die Lösung kam: ein Schulbus. Wer wollte nicht schon immer mal in so einem Gefährt sitzen? Aber würden sie es sich auch wünschen, 4 Stunden auf dem Highway damit zu fahren? Nein? Wir schon! Ein kleines Highlight in Woche eins. Wir verwandelten den good old school bus in einen JKG-Partybus. Lieder singen, im Sitzen probieren zu tanzen und immer schön leise sein, sollte ein Polizeiauto in der Nähe sein, damit wir bloß nicht angehalten werden.

Die Zeit werden wir alle so schnell nicht vergessen! And as always: Go Vikings!

By Gina Häusler